Lex: Johanna Ey

Johanna Ey geb. Stocken (*4. März 1864 – 27. August 1947) – bekannt unter dem Spitznamen „Mutter Ey“ – war eine Düsseldorfer Kunsthändlerin und Mäzenin, die die männlichen jungen Kunststudenten ab den 1920er Jahren mit ihrer Geschäftstüchtigkeit und einer Art mütterlichen Fürsorge unterstütze und förderte. Sie selbst resümierte kurz vor ihrem Tod, dass sie alles, was sie über die moderne Kunst wisse, aus den Gesprächen der Künstler in ihren Räumlichkeiten gelernt habe.

Für die Kunst- und Kulturszene der Stadt Düsseldorf und darüber hinaus war und ist „Mutter Ey“ von großer Bedeutung. Auch in die Kunstgeschichte hat sie Eingang gefunden, galt ihre Galerie doch als Treffpunkt der Mitglieder des Jungen Rheinlands und der Künstlergruppe „Das Ey“, für die sie auch gern Modell saß. 1930 wird sie sogar als „meistgemalte Frau Deutschlands“ betitelt.